Gemüsequiche

Gemüsequiche_Anschnitt

Eine Gemüsequiche in Blütenoptik… diese Idee hat es mir sehr angetan, seit mir eine Freundin ein Bild hat zukommen lassen, mit dem Vermerk, ich solle das doch mal nachbacken. Nachdem ich zunächst kein Rezept dafür hatte, habe ich sie sofort „frei Schnauze“ nachgebaut, und da auch meine Testesser keinerlei Verbesserungsvorschläge von sich gegeben haben (außer das nächste Mal doch bitte gleich mehrere dieser Quiches zu backen), stelle ich hier mein „Frei-Schnauze“-Rezept ein.

Unter ästhetischen Aspekten ist diese Quiche ein Eyecatcher, doch auch geschmacklich waren wir sehr angetan, denn die verwendeten Gemüse schmecken mit dieser Zubereitungsart ganz besonders intensiv.

Gesamtzutaten: (für eine 32-cm-Quicheform):

Teig:

  • 250 g Weizenmehl 550
  • ½ TL Meersalz
  • 125 g Butter
  • 1 Ei
  • Eiswasser (falls nötig)

Guß:

  • 340 g Schmand
  • 2 Eier
  • 75 g Parmesan, frisch gerieben
  • Salz
  • Pfeffer

Gemüse:

  • ca. 1200 g gelbe, orange u. rote Möhren, Auberginen, Zucchini (jeweils zu gleichen Teilen; letztlich bleiben Gemüseabschnitte übrig, die man aber gut anderweitig verwerten kann)
  • Olivenöl
  • Fleur de Sel-Flocken (wer will)

Zubereitung

Mehl in die Teigschüssel sieben, Salz und Ei dazugeben, die kalte Butter in Flöckchen darübergeben. Zunächst mit einem Messer bröselig hacken, dann zügig mit den Fingerspitzen zu einem Teig verkneten. Falls der Teig zu trocken ist, kleine Mengen Eiswasser einarbeiten. Eine halbe Stunde kühlstellen.

Die Karotten dünn schälen und mit einem Sparschäler längs zu dünnen Streifen schneiden. Die Zucchini und Auberginen in etwa gleich breite Streifen schneiden, wobei eine Seite noch die Schale behalten sollte. Die Zucchini- und Auberginenstreifen werden dann mit den Schalen nach oben in die Quiche-Form eingeschichtet, wegen des hübschen Farbenspiels. Also muß man Zucchini und Auberginen vorher entsprechend „zurichten“. Die Gemüsereste verwende ich dann für Suppen oder Sugos.

Die Quiche-Form zügig mit dem Teig auskleiden. In den Rezepten steht immer, man müsse den Teig dünn ausrollen und damit die Form auskleiden. Das ist mir zu kompliziert. Ich lege die gekühlte Teigkugel einfach in die Quiche-Form, drücke sie mit den Handballen gleichmäßig aus und ziehe dann den Teig an den Rändern hoch. Die Quiche-Form wieder in den Kühlschrank verfrachten.

Für den Guß alle Zutaten mit dem Schneebesen verquirlen und abschmecken. Man könnte noch Muskatnuß oder Kräuter hinzufügen, einen Teil des Schmands durch Ziegenfrischkäse ersetzen… der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Normalerweise wird die Quiche mit leckeren Zutaten gefüllt und dann der Guß darübergegeben. Hier machen wir es umgekehrt, der Optik wegen. Den Guß auf dem Teigboden verteilen, dann von der Mitte aus beginnend das Gemüse spiralförmig einschichten. Mit sehr gutem Olivenöl einpinseln.

Im auf 180 – 200°C vorgeheizten Ofen ca. 60 Minuten backen. Die Oberfläche hin und wieder mit Olivenöl einpinseln, damit das Gemüse nicht austrocknet und holzig wird. Nach dem Backen auf Wunsch mit Fleur de Sel-Flocken bestreuen. Heiß oder lauwarm servieren.

Rezept als PDF

Gemüsequiche_3-PDF

Von der Mitte aus die vorbereiteten Gemüsestreifen spiralförmig in die Form schichten

Gemüsequiche_1
Die fertig gefüllte Quiche

Gemüsequiche_2-PDF