Torta Pasqualina

Pasqualina

Übersetzt würde dieses Gericht in etwa „Österliche Torte“ heißen (abgeleitet vom italienischen Wort für Ostern = pasqua), doch handelt es sich nicht etwa um eine klassische Torte, sondern um eine Pastete mit einer Füllung u.a. aus Blattspinat, Artischocken und Ricotta. Das Besondere ist, daß ganze – natürlich geschälte – Eier mit eingebacken werden, welche dann beim Anschneiden einen hübschen optischen Effekt darstellen, uns, soweit wir mit christlicher Symbolik vertraut sind, an Leben, Tod und Wiedergeburt gemahnen und zudem gut schmecken, falls wir Eier von glücklichen Hühnern erworben haben. Also äh, von einer Bäuerin, die ihren Hühnern ein glückliches Leben beschert…

Das Rezept stammt aus Ligurien und wird in Italien gerne als einer der Höhepunkte der Ostermenüs verspeist.

Beim Teig handelt es sich um eine Art Filoteig, der ohne Triebmittel wie Hefe hergestellt wird. Die Teigplatten werden dünn ausgerollt, mit flüssiger Butter bestrichen und aufeinandergeschichtet. Traditionsgemäß wurden bei der Herstellung der „torte pasqualine“ früher 33 Teigschichten übereinandergetürmt, in Erinnerung an die 33 Lebensjahre Jesu. Doch heute machen wir es uns einfacher und begnügen uns mit 12 Teigplatten, womit wir dann immerhin Jesu Leben von der Geburt bis etwa zum Eintritt in die Pubertät abgedeckt hätten…

Gesamtzutaten:

Teig:

  • 500 g Weizenmehl 550
  • 10 g Salz
  • 65 g Olivenöl
  • 225 g Wasser, handwarm

Füllung:

  • 2 kleine Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 300 g Artischockenherzen (in Öl eingelegt)
  • 1000 g frischer Spinat oder 700 g TK-Blattspinat
  • 400 g Ricotta
  • 80 g Parmesan
  • 100–120 g Butter
  • 7 Eier
  • Olivenöl, Salz, Pfeffer, Muskatnuß, ev. Majoran

Zubereitung

Einen Topf von gut 20 cm Durchmesser mit Wasser füllen, dieses auf dem Herd zum Kochen bringen.

Mittlerweile Mehl in eine Schüssel sieben, Salz darüberstreuen, eine Mulde bilden, Olivenöl hineingeben. Mit dem Handrührgerät / Knethaken von innen nach außen zu einem geschmeidigen Teig kneten, dabei nach und nach das Wasser hinzufügen. Zum Schluß den Teig von Hand fertigkneten, so daß weder Blasen noch Mehlnester übrig bleiben, dann zu einer Kugel formen.

Den nunmehr heißen Topf entleeren und über die Teigkugel stülpen, so daß der Teig ruhen, quellen und sich gemütlich entspannen kann.

Im Gegensatz zum Teig rackern wir dagegen weiter: Der Spinat muß geputzt, gewaschen und blanchiert werden. In einem großen Topf Wasser mit Salz zum Kochen bringen (als Grundlage können wir natürlich das o. g. Kochwasser verwenden), Spinat hineinwerfen, 1 Minute sprudelnd kochen, abgießen und kurz in Eiswasser abkühlen lassen. In einem Sieb abtropfen lassen und gut ausdrücken. Bei Verwendung von Tiefkühl-Spinat diesen auftauen lassen und gut ausdrücken.

1 EL Butter zusammen mit 2 EL Olivenöl erhitzen. Zwiebel fein würfeln, Knoblauch zerdrücken, glasig andünsten. Artischockenherzen würfeln und dazugeben, zum Schluß den Spinat. Unter Rühren so lange köcheln lassen, bis die Restflüssigkeit verdampft ist. Etwas abkühlen lassen, Ricotta und geriebenen Parmesan untermengen, mit Salz, Pfeffer, geriebener Muskatnuß und ggfs. frischem Majoran abschmecken.

Die restliche Butter in einem Topf schmelzen lassen. Teig in 12 Stücke teilen, zunächst zu Kugeln formen, dann auf bemehlter Arbeitsfläche mit dem Handballen flachdrücken. Zu runden Teigplatten mit einem Durchmesser von 24 cm ausrollen. Eine ebenso große Springform mit flüssiger Butter auspinseln, 6 Teigplatten aufeinanderschichten, die jeweils mit flüssiger Butter eingepinselt werden.

Die Füllung darauf verteilen. In der Mitte und rundherum mit einem Eßlöffel insgesamt 7 runde Mulden formen. Die Eier vorsichtig aufschlagen, in die Mulden gleiten lassen und mit Salz und Pfeffer würzen. Nun die restlichen 6 Teigplatten draufschichten, jeweils mit Butter bepinselt.

Im auf 200°C vorgeheizten Ofen ca. 60 Minuten backen. Die Oberfläche hin und wieder mit flüssiger Butter bestreichen.

Heiß oder lauwarm servieren.

 

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